Die ITU World Radiocommunication Conference 2023 fand vom 20. November bis 15. Dezember 2023 in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, statt. Sie brachte nationale Regierungsbehörden, Telekommunikationsregulierungsbehörden und wichtige Vertreter des Funksektors erfolgreich zusammen. Die WRC-23 vereinfachte entscheidende politische und technische Regulierungsgespräche auf internationaler Ebene und markierte eine wichtige Kooperation zwischen unterschiedlichen Interessengruppen in diesem Sektor.
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Die wichtigsten Themen der Agenda der WRC-23:
- Festlegung zusätzlicher Frequenzbänder für die weitere Entwicklung der internationalen mobilen Telekommunikation (IMT), einschließlich der Nutzung von hochgelegenen Plattformstationen als IMT-Basisstationen (HIBS) für den universellen Einsatz drahtloser Netze.
- Verbesserung des internationalen Rechtsrahmens für geostationäre (GSO) und nicht geostationäre (NGSO) Satelliten bei gleichzeitiger Förderung eines gleichberechtigten Zugangs für alle Länder.
- Nutzung von Satellitentechnologien für Breitbanddienste zur Verbesserung der Konnektivität, insbesondere in abgelegenen Gebieten.
- Neue Frequenzen zur Verbesserung der Funkkommunikation im mobilen Flugfunkdienst, auch über Satellit, und zur Erleichterung der Nutzung von Weltraumforschungs- und Erderkundungssatellitendiensten für die Klimaüberwachung, Wettervorhersage und andere wissenschaftliche Missionen.
- Modernisierung des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems (GMDSS).
- Rechtsrahmen für die Nutzung von mobilen Bodenstationen an Bord von Flugzeugen und Schiffen für die Kommunikation mit geostationären (GSO) und nicht geostationären (NGSO) Satelliten.
- Die Zukunft des UHF-Rundfunkbandes, das für Fernsehübertragungen, Programmgestaltung und Sonderveranstaltungen sowie für den Schutz der Öffentlichkeit und die Katastrophenhilfe von Bedeutung ist.
Damit die Vorteile dieser Änderungen jedoch zum Tragen kommen, müssen die nationalen Regulierungsbehörden und Verwaltungen ihre Frequenzzuweisungstabellen aktualisieren, um die neuen Zuweisungen und Kennzeichnungen zu berücksichtigen, was ein komplexer und zeitaufwändiger Prozess sein kann.
Die nationale Frequenzzuweisungstabelle (FZT) eines Landes ist ein wichtiges Referenzdokument, das wesentlich dazu beiträgt, dass das Frequenzspektrum effizient verwaltet wird. Sie legt fest, wie das Frequenzspektrum zwischen den verschiedenen Diensten aufgeteilt ist, und bietet den Frequenznutzern und denjenigen, die es nutzen wollen, Rechtssicherheit darüber, welche Frequenzen für welche Anwendungen genutzt werden können. Zwar basiert jede FZT im Kern auf der ITU-Vollzugsordnung für den Funkdienst, doch gibt es in den meisten Ländern nationale Abweichungen, die berücksichtigt werden müssen, so dass die FZT jedes Landes bis zu einem gewissen Grad einzigartig sind.
Die Aktualisierung der FZT erfordert fast immer eine Konsultation der nationalen Interessengruppen, da sich die Änderungen auf die derzeit genutzten Frequenzen zur Bereitstellung bestehender Dienste auswirken werden. LS telcom kann Kompatibilitätsstudien erstellen, um sicherzustellen, dass neue Funkdienste keine schädlichen Interferenzen mit bereits bestehenden Diensten verursachen, die im selben oder einem benachbarten Frequenzbereich betrieben werden (z. B. IMT in den neuen Frequenzbereichen gegenüber anderen Diensten).
Dies kann zu einem Re-Farming-Programm führen, um diese etablierten Nutzer aus einem Band zu entfernen, um es für einen neuen Dienst verfügbar zu machen, so dass einige Frequenzen möglicherweise erst zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügbar sind. Beschränkungen wie diese müssen in das überarbeitete NAT aufgenommen werden, um sicherzustellen, dass es wirklich die erste Quelle für nationale Frequenzinformationen ist.